1. Mannschaft – TSV mit dramatischen Saisonauftakt!

Gegen den SV Schwarz-Gelb Deuben gelang dem TSV in einem spannungsgeladenen Spiel ein guter Auftritt. Aufgrund einer wirklich mangelhaften Chancenverwertung lässt man am Ende allerdings unnötig zwei Punkte liegen und muss sich mit einem 2:2 Unentschieden zufriedengeben.

Das Spiel begann für das von Verletzungen geplagte Heimteam regelrecht ideal. Schnell gelang es den Tröglitzern sich erste hochprozentige Torchancen herauszuspielen. In der Defensive ließ man – unter anderem aufgrund des gut agierenden, in die Startelf gerückten Liberos Rückert – nur wenig zu.
Am anderen Ende des Platzes war es der sich ebenfalls neu in der Anfangself befindliche Reza Amiri, der in der 9. Minute die 1:0 Führung für den TSV herstellte. Er nutze die kurze Verwirrung, die in Folge eines Eckstoßes im Strafraum der Gäste herrschte und beförderte den Ball mit einer beneidenswerten Ruhe über den Torwart und die Verteidiger der Deubener hoch ins lange Eck.
In der Folge ergaben sich weitere sehr gute Möglichkeiten für die Gastgeber. Das Auslassen dieser Chancen sollte sich im weiteren Spielverlauf noch bitter rächen.
Zunächst lief es aber weiterhin äußerst gut für die Mannschaft von Trainer Hein. In der 21. Spielminute konnte Patrick Hein durch einen erfolgreich verwandelten Elfmeter auf 2:0 erhöhen. Vorausgegangen war ein Foul an Kapitän Körner, der nach einer schnellen Drehung im gegnerischen Sechzehner nur durch ein Foul zu stoppen war.
Auf der Gegenseite entschärfte der Tröglitzer Schlussmann Zenker alle Deubener Chancen mit absoluter Sicherheit, ohne den Gästen auch nur einen Funken Hoffnung auf einen Abpraller zu gestatten.
Mit dieser scheinbar recht ungefährdeten Konstellation ging es in die Halbzeitpause. Die Mannschaft selbst, auch durch die Appelle von Trainer Hein inspiriert, schärfte sich jedoch ein, dass die 3 Punkte noch lange nicht auf der Habenseite ständen.
In der zweiten Halbzeit setzte sich das Bild zunächst fort. Die eingewechselten Zimmermann, Schubert und Beyer knüpften nahtlos an die Leistungen ihrer Mannschaftskameraden an. Es deutete sich allerdings an, dass Deuben den Druck deutlich erhöhen würde. Dem TSV gelang es derweil nur noch bedingt, den Ball in den eigenen Reihen zu halten.
Im Anschluss an einen gegnerischen Eckstoß erfolgte dann in der 80. Minute der erste Rückschlag. Mit einem einzigen Ball überspielten die Gäste die gesamte Tröglitzer Mannschaft sowie den zuvor so sicheren Keeper Zenker, der sich auf dem mittlerweile nassen Geläuf verschätze und am Ball vorbeischlug. Wagenbrett brauchte den Ball daraufhin nur noch ins leere Tor schieben.
Kurz darauf kam auch noch eine Verletzung von 10er Hein hinzu. Ohne den zentralen Anspielpunkt fehlte dem TSV eine entscheidende Personalie für die eigenen Offensivbemühungen. Tröglitzer Torchancen als Entlastung für die eigene Hintermannschaft waren in der Schlussphase deswegen Mangelware. Dazu musste man die letzten Minuten in Unterzahl agieren, da man bereits 3 Mal gewechselt hatte.
In der letzten Spielminute kam schließlich, was kommen muss, wenn man einer alten Fußballerweisheit glauben mag. „Wer die Chancen vorne nicht rein macht, bekommt sie hinten erst recht eingeschenkt.“ Ein Schuss aus der zweiten Reihe wurde abgefälscht und landete dadurch beim frei stehenden Riemschneider, der nicht dafür bekannt ist, Chancen dieser Größenordnung liegen zu lassen. Aus kurzer Distanz schloss er folglich sicher ins lange Eck ab. Zuvor rettete den TSV bereits einmal das Aluminium.
Deuben gilt es anzurechnen, dass sie sich nie aufgaben und viel in das eigene Spiel investierten. Deswegen ist der Punkt für unsere Gäste auch nicht unverdient.
Dennoch war kein Tröglitzer Spieler letztlich mit dem Punkt zufrieden, dafür hatte man im Laufe der der 90 Minuten einfach zu viele Möglichkeiten um das Spiel bereits vorher zu entscheiden. Nichtsdestotrotz kann man zumindest mit dem eigenen Einsatz und auch mit den zwischenzeitlichen spielerischen Qualitäten zufrieden sein. Für die Zukunft gilt es einfach cleverer zu sein.
Dem mit einer Platzwunde ausgewechselten Max Rückert wünscht das gesamte Team eine möglichst schnelle Genesung.
Erstellt am 22. August 2017
Autor: Christoph Rother